Warum ich Trendpilot geworden bin?

Der Weg zur analog-digitalen Symbiose

Lange Jahre war mein Trainer- und Berater-Dasein, wie bei vielen anderen Kolleginnen und Kollegen auch, geprägt von und fokussiert auf das analoge Erleben. In Zeiten von Corona wurde diesem Geschäftsmodell schlagartig der Nährboden entzogen. Dennoch hörte und spürte ich an vielen Ecken den vorhanden Kundenbedarf. In manchen Fällen in dieser Situation sogar stärker als zuvor.

Weg aus der Krise oder weg von der Krise?

Ein weg von der Krise ist von Beginn an keine Option für mich gewesen. Nicht nur weil es diese Option nicht gab, sondern auch weil sie meiner intrinsischen Motivation nicht entspricht. Und diese Motivation ist bei allen Menschen eine relativ stabile Größe. Dazu gesellt sich noch eine hohe persönliche Resilienz-Kompetenz, also die Fähigkeit mit belastenden Situationen recht gut umgehen zu können.

Viele Verhaltensweisen lassen sich, meiner Auffassung nach, sehr gut durch das ReissMotivationProfile® erklären und verstehen. In meinem Fall bedeutet das:
Eine hohe Ausprägung an Stressrobustheit (Bedarf nach emotionaler Ruhe in niedriger Ausprägung) lässt mich leichter mit ungewohnten Situationen umgehen, da sie für mich eher eine Herausforderung als eine Belastung darstellen. Auch Interesse und Spaß an Neuem (Neugier hoch ausgeprägt) bieten in dieser Kombination einen guten Nährboden, um Dinge anzugehen und auszuprobieren.

Mein recht hohes Bedürfnis nach Struktur wurde durch die Einschnitte selbstverständlich komplett über den Haufen geworden. Allerdings wurden es Antreiber für mich, selbige schnellstmöglich für mich wieder herzustellen (hohes Bedürfnis nach Ordnung). Für mich spielt Verlässlichkeit schon immer eine große Rolle. Unpünktlichkeit oder ein gegebenes Wort nicht einzuhalten sind für mich ein No-Go (überdurchschnittliche Ausprägung des Ehre-Motivs). Die „akademische Viertelstunde“ kenne und respektiere ich in meinem Leben nur auf der Seite meiner Kunden oder Kooperationspartner. Der Drang nach emotionaler Selbstbestimmtheit (Unabhängigkeit überdurchschnittlich ausgeprägt) unterstütze mich in meinem Vorhaben, mich von diesen äußeren Umständen möglichst schnell zu befreien. Zudem sorgte mein ausgeprägtes Dienstleistungsbedürfnis (Macht gering ausgeprägt) dafür, dass ich meinen Fokus schnell auf die Bedürfnisse meiner Bestandskunden richten konnte.

„Zurück“ zum Kunden

Einige wenige Tagen brauchte ich, um die Situation zu begreifen und zu verinnerlichen. Mir wurde bewusst, dass viele meiner Kunden und ihre Mitarbeitenden recht spontan und unvorbereitet im Homeoffice saßen. Fernab von ergonomischer Einrichtung, sowohl was das Mobiliar als auch was die Technik betraf. Improvisierte Arbeitsplätze am Küchen- oder Wohnzimmertisch sorgten und sorgen für Fehlhaltungen. Der kurze Weg zu Konferenzen, zu Kollegen oder zum Kunden entfiel völlig. Was ging wurde im Sitzen per Telefonie oder Videoschalte erledigt. Was so nicht ging, wurde nicht gemacht.

Das Ergebnis: stundenlanges monotones Sitzen in schlechter Haltung. Dies fördert Symptome wie Verspannungen, Rücken-, Kopf- und Augenschmerzen. Es führt kurz- und mittelfristig zur Leistungsminderung und somit zu einer höheren Fehleranfälligkeit. Langfristig können solche Faktoren zu manifesten Erkrankungen führen. Entwicklungen, die nicht im Interesse des Arbeitgebers, aber auch nicht des Arbeitnehmers liegen können.

Zudem war da noch die psychische Belastung, da ja alle Familienmitglieder mit dem Lockdown sich ständig auf der Pelle saßen und Kinder gleichzeitig ja auch lerntechnisch unterstützt und begleitet werden mussten.
Die Lösung: ein online-Ergonomie-Coaching Programm, was den Kunden ermöglicht, mit wenigen einfachen Maßnahmen spürbare Verbesserungen und Entlastungen im Homeoffice zu erfahren. Das ganze gepaart mit dem Ausgleichsübungsprogramm leistungsfrisch@work.

War`s das schon?

Das Fortbestehen der Ausnahmesituation, wenn auch mit ersten Erleichterungen, führte natürlich auch zum videobasierten kollegialen Austausch. Die Idee eines Marktplatzes, auf dem sowohl analoge wie auch digitale Angebote von Kunden leicht und schnell zu finden sind, entstand auf Initiative von Bornhäusser & Friends. Der Name Trendpiloten für die Plattform war schnell gefunden. Bornhäusser & Friends übernahmen die Verantwortung für die Entwicklung und den Aufbau der Plattform. Diese soll und wird gegenüber anderen Plattformen dem Kunden den Vorteil bietet, ein deutlich größeres und diverseres Angebot vorzufinden, als es sonst der Fall ist. Innerhalb von nur wenigen Wochen ist die Plattform in`s Leben gerufen worden und befindet sich in der Phase des Wachstums und der Weiterentwicklung.

Die Idee faszinierte mich von Beginn an. Auch hier wurden meine Neugier und Strukturbedürfnis bedient. Das Ganze von Partnern initiiert und umgesetzt, die meinem Bedürfnis nach Verlässlichkeit entsprechen, immerhin kennen wir uns seit über 20 Jahren. Und eine Möglichkeit, meine Expertise einer breiteren Menge zugänglich zu machen.

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